Zahnschmerzen bei Hunden und Katzen

Zahnschmerzen bei unseren Tieren - kommen öfters vor als gedacht

Leider gehören Zahnerkrankungen bei unseren Haustieren wie beim Menschen zu den häufigsten Erkrankungen. Wir "Säugetiere" sind sehr anfällig für Probleme in der Mundhöhle.

 

Immer wieder werden Hunde, aber auch Katzen in unserer Praxis vorgestellt, die schon lange Zeit massive Probleme mit dem Gebiß haben. Anders als wir Menschen "laufen Katzen oder Hunde nicht durch die Wohnung und klagen laut" über Ihre Schmerzen. Sie ertragen den Schmerz "leise", dabei weiss man heute, dass die Tiere das gleiche Schmerzempfinden haben wir wir Menschen.

 

Beachten Sie deshalb:

 

- riecht Ihr Tier stark aus dem Mund,

 

- sieht man Zahnstein oder Plaque,

 

- ist das Zahnfleisch gerötet oder blutend,

 

- frißt Ihr Tier schlechter oder kaut es keine harten Artikel mehr,

 

- ist Ihre Katze oder Hund 7 Jahre oder älter (und wurden die Zähne in den letzten 12 Monaten nicht kontrolliert),

 

- oder ist ein Zahnabgebrochen,

 

so sollten Sie Ihr Tier beim Tierarzt zur Kontrolle vorstellen. Wir sehen täglich die massiven Probleme bei mittelalten und älteren Haustieren und sind immer wieder erschrocken, welch ein Zustand manches Gebiß aufweist und welche Probleme die Tiere haben. Dabei gilt insbesondere auch, dass ältere Hunde und Katzen bei deutlichen Problemen noch behandelt werden sollten. 

 

Ihr Tierarzt-Team Dr. Alexander Flöck (Zusatzbezeichnung Tierzahnheilkunde)

Zahnstein, Parodontitis, Plaque

Die häufigste Tierzahnerkrankungen bei Hund und Katze - Zahnstein mit Entzündungen von dem Zahnhalteapparat. Dadurch können Herzklappenentzündungen, Nierenentzündungen entstehen. 

Katzen-Zahnerkrankung FORL

Ein großer Teil unserer Hauskatzen leiden ab einem Alter von 7 Jahren an dieser Zahnerkrankung. Dabei wird die Zahnsubstanz durch körpereigene Zellen abgebaut und der Zahnnerv liegt frei. Das bereitet Schmerzen und die Katzen haben große Schmerzen.

Einbiss in den Oberkiefer - Zahnfehlstellung

Angeborene Zahnfehlstellungen kommen immer wieder bei allen Hunderassen vor. Dabei beißt der untere Eckzahn in den Oberkiefer ein. Dort gibt es eine Entzündung. 


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Kommentare: 3
  • #1

    Uwe (Samstag, 28 Oktober 2017 11:03)

    Unser Hund Rocky war 11 Jahre alt und dachten er wäre so platt und ruhig geworden, weil er alt ist. Wir haben nicht auf sein Gebiss geachtet. Bei der Routineuntersuchung wurde dann festgestellt, dass er Schlechte Zähne hat. Wir waren ziemlich misstrauig, ob das wirklich nötig ist in Vollnarkose Zähne zu sanieren.
    Es wurden 8 Zähne gezogen, hgr. Parodontitis mit Vereiterungen. Zwei Wochen später war Rocky total verändert. Munter, lebensfreude, ein ganz anderer Hund als vorher.
    Da wurde uns erst bewusst wie wichtig gute Zähne sind und wie fertig ihn das Gebiss gemacht hat.

  • #2

    Klara (Sonntag, 29 Oktober 2017 09:47)

    Meine Katze soll Forl haben. Aber so schlimm wie auf eurem Bild sieht es bei ihr nicht aus. Könnt ihr mal noch etwas mehr Infos zu dem Problem schreiben? So ganz verstehe ich das Problem nicht.

  • #3

    Team (Freitag, 03 November 2017 19:12)

    Hallo Klara,

    klar kein Problem. FORL (Feline odontoklastische resorbtive Läsionen) bei der Katze ist eine Erkrankung, die durch das körpereigene Immunsystem mit ausgelöst wird. Es werden Zellen aktiviert, die anfangen "Löcher" in die Zahnhärtesubstanz zu graben. Diese Zellen (Odontoklasten) bauen einfach das Zahnbein (Dentin) ab und irgendwann liegt der Nerv von dem Zahn frei. Das tut dann richtig weh.
    Bis heute weiss man nicht so richtig warum dies bei so vielen Katzen vorkommt.
    Im übrigen gibt diese Erkrankung bei allen Katzenarten. Auch bei Tigern und Löwen.
    Was kann man tun?
    Es bleibt leider nur eins über dies Zähne zu ziehen.
    Allerdings sieht man oft diese Erkankungen erst, wenn die Tiere in Narkose sind und man mit der Sonde die "Löcher" sondieren kann.
    Wir hoffen, dass wir helfen konnten.

    Das Tierarzt-Team Dr. Alexander Flöck